Schulen in Bildstock ausgezeichnet

NABU verleiht Plakette „Wir tun was für Gebäudebrüter“ an Hoferkopf- und Johannesschule

Schulleiterin Federkeil freut sich über die Auszeichnung der Hoferkopfschule durch Wega Kling vom NABU – Hans-Jürgen Wilhelm vom Baubetriebshof der Stadt Friedrichsthal hat mit seinem Team das Projekt unterstützt.

Mit dem Angebot von zwei Dreifach-Koloniekästen heißen die Grundschule und die Johannesschule am Hoferkopf in Bildstock Mauersegler willkommen. Der NABU Saarbrücken stellte die Nisthilfen zur Verfügung, und in Zusammenarbeit mit Herrn Wilhelm,  Stadtbauamt, und mit dem Einvernehmen der Schulleitung, Frau Federkeil, Grundschule, und Frau Nauerz, Johannesschule, konnten die Kästen am Morgen des 20. Mai von zwei Hubsteigerführern an den Schulgebäuden installiert werden. Beide Schulen zeichnete der NABU mit der Plakette "Wir tun was für Gebäudebrüter" aus.  

Nach einem kalten Start sind nun hoffentlich alle Mauersegler bei uns angekommen. Ihre schrillen Rufe erfüllen schon den Himmel und die Paare suchen ihre angestammten Brutplätze auf. Das sind als Ersatz für Felsnischen Öffnungen unter unseren Dächern und im Mauerwerk unserer Häuser. Die rasanten Segler, die nicht mit Schwalben sondern mit Kolibris verwandt sind, treffen bei uns Anfang Mai ein. Für die Familienplanung bleibt ihnen nur die kurze Zeit bis August. Dann machen sie sich auf den langen Rückflug in ihre Überwinterungsgebiete. Mauersegler sind auf ein gutes Insektenangebot angewiesen. Für eine einzige Fütterung sammelt der Altvogel 200 bis 1500 Insekten und kleine Spinnen im Kropf und kredenzt dem Jungen einen mit Speichel zubereiteten Futterballen. Fehlen, zum Beispiel bei Kälte, die Insekten, fliegen die Altvögel oft hunderte Kilometer weit in wärmere Gebiete. Die Jungvögel im Nest überleben durch Herunterfahren ihrer Atemfrequenz um bis zu 90 %. Ein mehrere Wochen altes Jungtier kann so mehr als eine Woche bis zur Rückkehr der Eltern ausharren.
Mauerseglern droht besondere Gefahr auf ihrem bis über 10 000 Kilometer weiten Flug bis in den Süden Afrikas. Bei uns aber ist es eine oft nicht erkannte Gefahr durch Zerstörung und Verschluss ihrer Brutplätze wenn Gebäude wärmegedämmt und Dächer neu gedeckt werden. Wenn diese Arbeiten im Frühjahr nach der Winterpause aufgenommen werden, sind Hausbesitzer besonders aufgerufen, auf Nistplätze zu achten. Mauersegler hinterlassen kaum Spuren, da sie den Kot weit von ihren Nistplätzen entfernt entsorgen. Fallen vorhandene Nischen und Nisthöhlen bei Renovierungsarbeiten weg, ist von den Hausbesitzern Ersatz zu schaffen - das schreibt das Bundesnaturschutzgesetz im § 44 Abs. 1 vor. Eine Ausnahmegenehmigung muss bei der Obersten Naturschutzbehörde beantragt werden.
Da alle so genannten Gebäudebrüter wie Mauersegler, Schwalben, Hausrotschwanz und Sperlinge gerne Nisthilfen in Form von Kästen oder Niststeinen annehmen, ist es ein Leichtes, durch Vorsorge den Totalausfall einer Brutsaison und das Fernbleiben der Mitbewohner zu verhindern.

Der NABU Saarbrücken berät Hausbesitzer und alle Interessierten gerne, was man für Mauersegler & Co tun kann: info@NABU-saarbruecken.de

Wega Kling
NABU Saarbrücken
Zweite Vorsitzende

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